

Die Strände von Ksamil: die Malediven Albaniens, wirklich
Weißer Sand, vier Inselchen, die man mit dem Kajak erreicht, und die Buchten, in die Einheimische ausweichen, wenn Ksamil voll ist — ein Guide, Strand für Strand.
Ksamil und seine Inselchen

Ksamil liegt im Butrint-Nationalpark, etwa 15 km südlich von Saranda, und der Guardian empfahl es schon 2013 — lange vor dem TikTok-Boom. Das Wahrzeichen sind die vier Felsinselchen direkt vor dem Strand: Drei erreichst du mit dem Kajak (Verleih um die 10 € pro Stunde) oder mit etwas Kondition sogar schwimmend. Die Dorfstrände — Ksamil Beach, Lori, Paradise, Bora Bora und Co. — sind weißer Sand und flaches Türkis, und im August komplett voll: Liege mit Schirm für zwei kostet grob 10–30 €, Premium-Cabanas mehr.
Die Buchten jenseits der Massen
Wenn Ksamil überläuft, gibt die Küste weiter. Mirror Beach (Pasqyra) ist eine Kieselbucht mit spiegelglattem Morgenwasser, erreichbar mit dem Bus Saranda–Butrint plus 15 Minuten Fußweg bergab. Pulëbardha, zwischen Saranda und Ksamil, ist eine von Klippen gerahmte Bucht wie gemacht fürs Schnorcheln. Und Krorëza ist die wilde — ein unberührter Strand, den man nur vom Meer aus erreicht. Genau dafür gibt es die Bootstouren ab dem Hafen von Saranda (Tagesausflüge meist 15–25 €).
Wie du dich zwischen den Stränden von Ksamil entscheidest
Die Strände von Ksamil sind nicht ein Strand, sondern eine ganze Traube davon — und die Wahl ist eigentlich die Frage, was du vom Tag willst. Für das Postkartenmotiv — weißer Sand, flaches Türkis, die Inselchen direkt gegenüber — nimmst du die Dorfstrände: Ksamil Beach, Lori, Paradise, Bora Bora, Puerto Rico Beach. Für einen Pooltag mit Meer davor: Mulino Beach am Nordende, gebaut auf den Felsen, ohne ein Körnchen Sand, mit Salzwasser-Infinity-Pool, Balibetten und einem Steg zum Reinspringen. Für Luxus in der ersten Reihe hat Principotes einen Privatstrand, seine Statuen und Prosecco. Für einen wirklich langen Tag läuft der Poda Lounge Bar in der Poda-Bucht von 6:00 bis 3:00 Uhr: Premium-Liegen am Tag, Open-Air-Club in der Nacht. Und für Maske und Flossen schlägt Pulëbardha zwischen Saranda und Ksamil sie alle. Entscheide, was der Tag können soll, und der Strand wählt sich selbst.
Wie du hinkommst — und wann sich das Kommen lohnt
Von Saranda sind es rund 15 km und 20 bis 25 Minuten. Der Linienbus fährt im Sommer alle 20 bis 60 Minuten bis etwa 20 Uhr und kostet 100 bis 150 Lek, nur bar; das Taxi hat kein offizielles Taxameter und liegt je nach Saison und Verhandlung zwischen 13 und 40 € — mach den Preis aus, bevor du einsteigst. Über dieselbe Straße fährt der Bus Saranda–Butrint, der durch Ksamil kommt: Strand am Vormittag, Ruinen am Nachmittag, das passt von allein. Die Uhrzeit zählt mehr, als die meisten einplanen. Juli und August sind Hochsaison, und am späten Vormittag ist der Sand vergeben: Komm vor zehn oder erst nach vier zurück, wenn das Licht ohnehin besser ist und Liegen frei werden. Liege mit Schirm für zwei kostet grob 10–30 € pro Tag. Denk außerdem daran: Das ist geschützte Küste, Ksamil liegt im Butrint-Nationalpark.
Die Fehler, die jeder einmal macht
Ohne Bargeld anzureisen ist der große Fehler. Die Währung ist der Lek, rund 95 auf den Euro; Euro werden in touristischen Ecken angenommen, aber zu einem Kurs, der dich still etwas kostet, und Busse, Strandkioske und kleine Läden wollen ohnehin bar. Zweitens: annehmen, der Taxipreis regle sich unterwegs von selbst. Drittens: einen Roller für 5-20 € am Tag oder ein Auto für 20-35 € mieten und die Promillegrenze für dehnbar halten — die Toleranz ist hier praktisch null. Viertens: auf EU-Roaming setzen. Albanien ist weder in der EU noch im Schengenraum, dein Datentarif endet also an der Grenze, wenn du dir keine lokale SIM holst, rund 25 € am Flughafen, oder eine eSIM ab etwa 3,50 €. Und fünftens: außerhalb der Saison kommen und all das erwarten. Die Badesaison läuft etwa von Mai bis Oktober, sonst macht fast alles zu. Einzeln ist keiner teuer, zusammen kosten sie die Woche.
Strand am Tag, Party am Abend
Der Trick dieser Küste: Strandtag und Partynacht teilen sich dieselbe Adresse. Die Poda-Bucht geht von Morgenliegen in den Open-Air-Club über; der Greg Beach vom Inselblick zur White Party am Sonntag; das Mulino vom Infinity-Pool-Nachmittag zur Latin Pool Party bei Sonnenuntergang. Wähl deinen Beach Club danach, auf welcher Party du landen willst.
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